|
Antonisinger

von links nach rechts: Christian Eberl, Alfons Klingler, Hans Gruber
und der Leiter der Gruppe Joch Weißbacher.
Nach der einst beliebten Wallfahrtsstätte "St. Antoni in der oberen Wildschönau" haben sich die Antonisinger aus der Oberau benannt.
Ursprünglich hatten sie sich zum "Anklöpfeln", einem der schönsten alten Bräuche in der Adventzeit, zusammengefunden. Weil man aber nicht nur in der Vorweihnachtszeit singen wollte,
pflegt die Gruppe seit bald zwanzig Jahren sorgfältig ausgesuchtes weltliches Volksliedgut, das in der Wildschönau oder der engeren Umgebung gesammelt bzw. gesungen wurde und wird.
So stammen viele Lieder aus der Sammlung "Tiroler Lieder" von F.F. Kohl (1899), der die Wildschönau im Jahre 1899 als "eines der sangesfreudigsten Täler Tirols" bezeichnet hat.
Zur Gestaltung von Messen und Andachten hat die Gruppe aber auch passendes geistliches Liedgut im Repertoire.
Sulzberger Dreigsang
von links: Elisabeth Reiter, Maria Gasteiger und Regina Feicht
Der Sulzberger Dreigsang aus Brannenburg im bayerischen Inntal besteht aus 3 Hausfrauen und Müttern. Alle drei sind in Brannenburg geboren, dort verheiratet und wohnhaft. Der Sulzberg ist der Hausberg
von Brannenburg, deshalb der Name Sulzberger Dreigsang. Sie singen seit Herbst 1977 in der gleichen Besetzung. Sie pflegen das traditionelle, alpenländische Volkslied vorwiegend mit Liedern der
Fischbachauer Sängerinnen und der Geschwister Röpfl. Im Mai 2007 wurden die drei mit dem Kulturpreis der Hans-Seidel-Stiftung ausgezeichnet und im Juni 2007 feierten sie ihr 30jähriges Singen.
Es gibt auch einige Tonträger: 2 weltliche CDs und eine Weihnachts-CD. Die Sulzberger singen gerne zu Hoagarten, aber auch bei kirchlichen Anlässen, wie Adventsingen, Passionssingen oder Hochzeiten
und Beerdigungen.
Feichthof Saitenmusi

v..l.n.r. Christoph Ehrmann (Zither), dessen Ehefrau Bärbel (Harfe), Andi Ehrmann (Baß), Heinz und Peter Neumaier (Gitarren). Die beiden sind nicht verwandt.
Seit den frühen sechziger Jahren haben sich im gastfreundlichen Haus der Familie Ehrmann in Obermenzing regelmäßig Musikanten, Sänger und Volkstänzer im Kreise vieler Gleichgesinnter zusammengefunden.
Die Begeisterung für das musikantische Zusammenspiel brachte im Sommer 1980 Andreas, Christoph und dessen Frau Bärbel mit Heinz und Peter Neumaier aus Dachau zusammen. Häufig wurde in diesem
Haus in der Feichthofstr. geprobt und so nannten sich die fünf auch bald "Feichthof-Saitenmusi". Stilistisch angeregt durch Tobi Reiser und dem
Schwab Franzi probierten sie bald eigene Stückl aus, die gemeinsam "zurechtgespielt" wurden, bis endlich alle mit dem Klang zufrieden waren.
Bei vielen Volksmusikveranstaltungen wie auch bei Rundfunksendungen spielte die Gruppe auf und auch die Liedbegleitung wurde immer häufiger. Ebenso kamen CD-Aufnahmen nicht zu kurz.
Südtirol Bayrische Musikanten
 Reihe stehend v.l.n.r. Moritz Demer (Harfe), Hansi Auer (Diat. Harmonika),
Wasti Irlinger (Gitarre), Stephan Hamberger (Baßgeige); Reihe sitzend v.l.n.r. Genoveva Hamberger (Geige), Steffi Unterberger (Klarinette), Angelika Demer (Oboe).
Als erweiterte Besetzung zur Hochalm Musi (ursprünglich mit Ziach, Harfe, Gitarre, Baß) hat sich die Gruppe vor 3 Jahren zusammengefunden.
Vor 1 1/2 Jahren kam noch die Südtirolerin Steffi dazu. Der Name Südtirol Bayrische Musikanten war damit gefunden. Die Stücke werden auswendig eingelernt. Besonderes Augenmerk wird
auf die Abwechslung der Stimmenaufteilung und des musik. Satzes gelegt. Neue Klangfarben entstehen auch durch besondere "Gegenstimmen".
Die sieben MusikantInnen spielen vor allem bei kirchlichen Festen und Konzerten. Das Repertoire spannt sich neben Eigenkompositionen von volksmusikalischem Liedgut zu klassischen Werken.
Angerberger Bläser
 Foto v. links: Ehrenstrasser Franz, Peer Josef, Kobler Harald,
Ehrenstrasser Otto und Spöck Johann
Die Angerberger Bläser, in der ursprünglichen Besetzung (ohne Otto Ehrenstrasser), gibt es seit ca. 15 Jahren. Vor ca 2 Jahren hat
sich, soweit es die Zeit erlaubt, Otto Ehrenstraßer (2. Posaune) dazugesellt. Die Grundkenntnisse des Blasens und Musizierens erlernten sie in ihrer
Jugend bei der örtlichen Bundesmusikkapelle Angerberg/Mariastein (Bezirk Kufstein). Bei verschiedenen Anlässen der BMK, wie Muttertagsfeier,
Weihnachtsfeier, kirchliche Anlässe und Spiel in kleinen Gruppen haben sie anfangs zusammengespielt. Später kamen dann Weisenbläsertreffen,
Volksmusikveranstaltungen und weihnachtliche Weisen bei Adventsingen dazu. Eine besondere Ehre für die Gruppe war die Einladung zu den
Fernsehsendungen "Klingendes Österreich" mit Sepp Forcher und zur "Liabsten Weis" mit Franz Posch. Andere Ausrückungen in Nord-,
Süd-und Osttirol, sowie in Bayern und in Berlin sind schöne Erinnerungen. Beim ORF - Radio Tirol wurden einige Weisen zur Aufnahme gebracht. Verschiedene Stücke der Angerberger Bläser gibt es auch auf CDs,
die gemeinsam mit anderen Musikgruppen bespielt wurden. Nach wie vor wirken sie bei der örtlichen Musikkapelle, Kirchenchor und anderen Musikgruppen mit.
Dr. Peter Kostner
 Dr. Peter Kostner ist aus Hatting im Tiroler Oberinntal. Professor an der Pädagogischen Hochschule Tirol.
Moderator und Redakteur für Volksmusik/Blasmusik im ORF Landesstudio Tirol. Kapellmeister der Stadtmusikkapelle Wilten. Mitglied mehrerer Volksmusikensembles (Harfe, Posaune, Hackbrett)
|